»Wenn ich allein bin, pups‘ ich lauten Wind.
Und bete laut. Und bin ein uralt Kind.«
Joachim Ringelnatz
Was können Texte und Musik aus einer Zeit erzählen, in der Widerstand lebensgefährlich, Kunst verboten und Exil für viele zur einzigen Möglichkeit des Überlebens wurde? Und was haben diese Stimmen mit unserer Gegenwart zu tun?
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Stolpersteine verbinden – (Erinnerungs-)Kultur um den Gedenktag 9. November“ lädt der Leipziger Erich-Zeigner-Haus e.V. zu einer musikalischen Lesung ein. Texte aus der Zeit des Nationalsozialismus, aus dem Exil und der Nachkriegszeit begegnen aktuellen Stimmen, die sich mit Krieg, gesellschaftlicher Verunsicherung und dem erstarkenden Rechtsruck auseinandersetzen.
Gelesen von Caroline Lewkowitz (Erich-Zeigner-Haus e.V.) und musikalisch begleitet von Adam Markowski (Violine), entfaltet sich ein Abend zwischen Erinnerung, Widerstand und Gegenwart. Mit Werken unter anderem von Bertolt Brecht, Kurt Tucholsky und Paul Celan treffen Worte auf assoziative Musik.
Ein Abend, der zurückblickt, um den Blick auf die Gegenwart zu schärfen – und dazu einlädt, zuzuhören, sich erinnern zu lassen und eigene Fragen zu stellen.
»Worte gegen das Vergessen, Klänge gegen das Verstummen«
Musikalische Lesung
Ringelnatz-Geburtshaus
Freitag, 23. Oktober 2026
Beginn 19:00 Uhr | ca. 90 min
Eintritt frei
Fotocredits: Erich-Zeigner-Haus e.V.
Der Joachim-Ringelnatz-Verein e.V. wurde 1992 in Wurzen (Sachsen) gegründet. Der Verein organisiert Kleinkunst, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und viele andere Veranstaltungen rund um Joachim Ringelnatz und dessen Geburtshaus in Wurzen sowie den alljährlichen RingelnatzSommer in Wurzen.
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