Benefiz-Theater fürs Geburtshaus

Dienstag, 14. Juni 2016 (Hess)

 

Machen Benefiz-Theater für Ringelnatz: Die TheaterMacher(n)

Machen Benefiz-Theater für Ringelnatz: Die TheaterMacher(n)

Wurzen. Sie machen Theater, genauer gesagt Benefiz-Theater. Und zwar für das Ringelnatz-Geburtshaus. Die Truppe von TheaterMacher(n) reist derzeit nicht nur mit ihrem Programm „Sagenhaftes Muldental“ von Ort zu Ort. Zu ihrem Repertoire gehört auch eine vergnügte Annäherung an den Künstler, der als Hans Gustav Bötticher am Crostigall 14 zu Welt kam und sich einen Platz unter den deutschen Literaturklassikern erobert hat.

Genau das zeigen die TheaterMacher(n) am 25. Juni im Arkadenhof des Museums Wurzen. Denn Ringelnatz ist mehr als sein mehrfach verewigtes markantes Profil und ein paar gängige Gedichtzeilen über Wunderland, Bumerang und Ameisen. Humor und Alltagsweisheit, Witz und Ernst, Spaß du Tiefgang wechseln in der fröhlichen Annäherung an einen nicht einfachen Menschen und großen Künstler im Programm der Theaterleute ab. Gut geeignet für das Benefiz-Theater zugunsten des Geburtshauses, das der Ringelnatz-Verein so bald als möglich als Betreiber übernimmt. Wir sind Partner des Ringelnatz-Vereins und wollen im Haus künftig gemeinsame Projekte auch für Kinder machen“ sagt Wolfgang Gloger von den Macherner Mimen. Er weiß, dass es im Haus an allem fehlt – an Stühlen, Tischen, Bilderrahmen, an Voraussetzungen jeder Art für die geplante Arbeit. Ebenso sind Mittel für geplante Veranstaltungen und Projekte nötig.

Deshalb wird die Schauspieler-Truppe das Programm zu Benefiz-Zwecken gleich zweimal aufführen. 16 Uhr gibt es Ringelnatz pur zu Kaffee und Kuchen und 19.30 Uhr stilecht zu Rotwein, jeweils kredenzt vom Ringelnatz-Verein. Der verkauft auch seinen immerwährenden Geburtstagskalender mit Ringelnatz‘ Gedichten, illustriert von Jochen Ziska und erläutert seine Ideen, wie im Geburtshaus wieder pralles Leben und Lust an Kunst einkehren soll.

„Wir hoffen, dass viele Gäste unsere Benefizanliegen unterstützen“, wünschen sich Wolfgang Gloger und Viola Heß vom Ringelnatz-Verein. Der Eintritt ist frei. Erlöse und Spenden wandern direkt in die große Flasche mit den Spenden für das Ringelnatz-Geburtshaus.

Ringelnatzverein wird Geburtshaus beleben

Mittwoch, 25. Mai 2016 (Hess)

Hartnäckigkeit, Geduld und Optimismus haben den Erfolg gebracht: Mit ihrem auf zehn Jahre angelegten Konzept ist es Viola Heß und ihren Mitstreitern der AG Ringelnatz-Geburtshaus gelungen, den zuständigen Ausschuss des Wurzener Stadtrats davon zu überzeugen, dass der Joachim-Ringelnatz-Verein willens und in der Lage ist, dem denkmalgeschützten Geburtshaus des berühmten Sohnes der Stadt dauerhaft Leben einzuhauchen. Der Ringelnatzverein übernimmt per Betreibervertrag künftig Öffnung und Betrieb des Hauses, im Gegenzug wird die Stadt das Gebäude sanieren und übernimmt die laufenden Betriebskosten.

Ziel ist „die schrittweise, langfristige Entwicklung des Ringelnatz-Geburtshauses zu einer literarischen Gedenk-, Begegnungs- und Forschungsstätte für ein bedeutendes deutsches literarisches Erbe und einen großen sächsischen Künstler.“

Die Angebote sollen einem breiten Publikum Lust auf eine Begegnung mit dem Ringelnatzschen Erbe machen. In der Event-Kneipe werden Vorträge, Konzerte oder Lesungen stattfinden. Im für bis zu 100 Gäste ausgelegten Saal gibt es Puppentheater, Kabarett, Ausstellungen oder Konzerte. Für Kitas und Schulen gibt es gestaltete Führungen, im Werkstattraum ist Platz für Kreativkurse, Kunstprojekte oder museumspädagogische Angebote. In Kooperation mit Kunsthochschulen sollen Ausstellungen und Kunstwettbewerbe organisiert werden. Individualtouristen und Kunstinteressierte können nach der Führung durch das Haus den Leseraum mit Zugang zur Ringelnatzsammlung nutzen. Im 2. OG ist ein Appartement für Künstler und Wissenschaftler geplant.

Unterstützt wird der Verein durch Kooperationspartner, so das Kulturhistorische Museum, die Theater Macher(n) e. V. oder den Verein Schweizerhaus e. V. Püchau. Wichtiger Impulsgeber war und ist Dr. Rainer Ortner von der Hans-Fallada-Gesellschaft  e. V., der als Leiter der AG Ringelnatz-Geburtshaus maßgeblich an der Erstellung der Konzeption beteiligt war. Mit dem Netzwerk für demokratische Kultur Wurzen e. V., soll es gemeinsame Projekte zur Integration geben.

Finanziert wird das Ganze über Projektförderungen verschiedener Stiftungen, einen Zuschuss des Kulturraums, Einnahmen aus den verschiedenen Veranstaltungen und Spendengelder, u. a. soll einmal im Jahr eine Benefiz-Gala stattfinden. Einen Großteil der notwendigen Personalkosten will der Verein durch ehrenamtliches Engagement ersetzen. Und damit starten die Ringelnatzfreunde auch schon im unsanierten Haus – sobald Wasseranschluss, Toiletten und die Statik im Saal fertig sind und das Dach dicht ist, soll es mit ersten Veranstaltungen losgehen.

Dass noch viel Arbeit nötig ist, bevor die ehrgeizigen Vorhaben Wirklichkeit werden, ist der engagierten Vereinsvorsitzenden Viola Heß trotz des nun erreichten Meilensteins klar und auch, dass ihr Verein weiterhin jede Unterstützung braucht, die er bekommen kann: „Wir wissen, dass eine anspruchsvolle Aufgabe vor uns steht und begrüßen jeden, der mitarbeiten möchte. Retten Sie mit uns das Ringelnatz-Geburtshaus. Werden Sie Mitglied im Ringelnatz-Verein Wurzen.

Sylke Mathiebe

Konzept als Power-Point-Präsentation.

Korr PPP Betreibsausschuss 19.5.16

„Mädchen mit Schaf“ reiste nach Solingen

Dienstag, 3. Mai 2016 (Hess)

In der Ringelnatz-Ausstellung des Wurzener Museums frau mit hund fehlt ein Bild. Es ist das Ringelnatzgemälde „Eines Abends“, auch als Mädchen mit Schaf bekannt. Als Leihgeber hat der Ringelnatzverein der Stadt das Kunstwerk auf die Reise nach Solingen geschickt. Im dortigen Kunstmuseum findet derzeit eine weltweit beachtete Ausstellung statt: „War einmal ein Bumerang – Ringelnatz als Maler kehrt zurück“, veranstaltet als erste Schau des neu gegründeten Zentrums für verfolgte Künste in Solingen.

Gezeigt werden rund 50 Gemälde und Aquarelle die in ganz Deutschland zusammen getragen wurde in dieser großen Restrospektive, kuratiert von Jürgen Kaumkötter und dem Ringelnatzbiografen Hilmar Klute. Einen nicht unbeträchtlichen Teil trugen das Ringelnatz-Museum Cuxhaven und die dortige Ringelnatzgesellschaft bei. Jürgen Kaumkötter besuchte zudem in Berlin den Synchronsprecher Norbert Gescher, Sohn von Ringelnatz‘ Witwe, die nach dem Tod des Künstlers 1934 erneut heiratete. Gescher trug Fotos vieler Bilder von Ringelnatz zur Ausstellung bei, die seine Mutter nach dem Tod ihres Mannes abfotografieren ließ. Dazu schreibt die Tageszeitung „Die Welt“: „Einige der Meisterwerke von Ringelnatz, wie etwa sein prophetisches Bild „Flucht“ von 1933, sind der Nachwelt nur noch durch die grobkörnigen Fotos in Schwarz-Weiß bekannt. Doch eines der verschollenen Bilder tauchte kürzlich wieder auf: Das Bild „11 Uhr nachts“ wurde im Fundus des Kunsthändlersohnes Cornelius Gurlitt entdeckt.“

Gerlind Braunsdorf vom Ringelnatzverein hat die kostbare Leihgabe persönlich nach Solingen gebracht. Für das Gemälde „Eines Abends“ hatte der Ringelnatzverein Wurzen 2001 der Aktion „…haste mal ne Mark für Ringelnatz?“ erfolgreich die Wurzener Bürger um Geld für den Ankauf gebeten. Seither wird das 1926 entstandene Gemälde im Kulturhistorischen Museum in Wurzen gezeigt, ebenso das Gemälde „Beschaulichkeit“, das auf Bitten des Ringelnatzvereins von einem Wurzener Unternehmer für die Ringelnatzsammlung in Wurzen angekauft wurde.

„Von den Schätzen, die die älteste Sammlung zu Ringelnatz in Deutschland hortet, und vom Kunstinteresse der Wurzener Sammler an Ringelnatz-Gemälden sei in dieser bedeutenden Ausstellung in Solingen, bei der sich die Kunstwelt aus ganz Deutschland trifft, leider kaum etwas zu sehen, bedauert Braunsdorf nach ihrer Rückkehr.

Thomas Gsella kommt nach Wurzen

Mittwoch, 20. April 2016 (Hess)

T.Gsella©GabrieleKlaefs
Thomas Gsella liest in Wurzen. Der ehemalige Chefredakteur der Satire-Zeitschrift „Titanic“ reist mit „Das Allerbeste aus 50 Jahren“ an. In seinem stündlich aktualisierten Best-of-Programm präsentiert der „Titanic Boygroup“-Gitarrist und „Stern“-Hauslyriker ein paar ewigschöne alte und viele schöne neue Texte gegen die da oben, die da unten. Er richtet seinen Blick auf Abenteuer, Forschung, Wissenschaft, Reise, Liebe, Fußball, Umwelt und so weiter und offeriert zwei labende erhebende Stunden mit knallbunten Bildern und Texten in Sätzen und Versen zu Menschen und Tieren und Schweinen.
Thomas Gsella studierte Germanistik und Geschichte an der Uni Essen. Zwischen 1992 und 2005 war er Redakteur und bis 2008 Chefredakteur der Frankfurter Satirezeitschrift „Titanic“. Er schrieb und schreibt Lyrik und Prosa für die F.A.Z., taz, Titanic, FR, WOZ, den SWR und WDR und RBB und andere. 2004 erhielt er den Joachim-Ringelnatz-Nachwuchspreis, 2011 den Robert-Gernhardt-Preis. „Ich bin eine Gsellianer“, hatte der Roger Willemsen gestanden und Robert Gernhard, der ihn für den Ringelnatz-Nachwuchspreis vorgeschlagen hatte, kalauerte „Längst ist er kein Gsella mehr, schon seit langem darf er sich Meista nennen“.

Thomas Gsella löst ein 2004 gegebenes Versprechen ein und kommt zum Welttag des Buches als Gast des Joachim Ringelnatz-Vereins nach Wurzen. Er liest am 23. April, 17 Uhr, in der Galerie am Markt. Die Bücher von Thomas Gsella kann man nach der Lesung erwerben.

„Auf den zweiten Blick – Ringelnatz in Privathand“

Donnerstag, 14. April 2016 (Hess)

Insgesamt neun außergewöhnliche Werke von und über Joachim Ringelnatz (Hans Bötticher, Wurzen 7.8.1883 – 17.11.1935, Ringelnatz, Berlin) aus Privatbesitz werden erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.
Neben sieben von Ringelnatz gestalteten Werken aus den Jahren 1926 – 1932, zeigt die Ausstellung zudem sein außergewöhnliches literarisches Mappenwerk: „Janmaate – Toplastige Lieder“ (1922), mit Illustrationen von M. Pretzfelder sowie eine Porträtbüste (1923) von Ringelnatz aus Bronze, geschaffen von der Berliner Bildhauerin und Freundin Renée Sintenis.

Dass Joachim Ringelnatz auch in der Malerei und Grafik Erfolge feierte und rund 10 Jahre (von 1924-1934) trotz Weltwirtschaftskrise ein gutes Zubrot hatte, verdankte er nicht letztlich der im männlichen Familienzweig angelegten Doppelbegabung. Ähnlich wie sein Vater, Georg Bötticher, dem europaweit bekannten Musterzeichner und Chefdesigner der Tapetenfabrik in Wurzen, der in der zweiten Lebenshälfte als ein sachsenweit bekannter Mundartdichter publizierte, hatte Joachim Ringelnatz neben dem literarischen Talent ein bildnerisches Können vererbt bekommen.

Auslöser für Ringelnatz‘ Gemälde wie auch Gedichte waren seine Betrachtungen, Erkenntnissen und Empfindungen. Er stellte auch in seiner Malerei immer wieder Fragen – warum so viel Leid, Einsamkeit, Verlorenheit? Alles regte seine Phantasie an. Er malte als Kind, als Lehrling, als Seemann und als Dichter. Er malte nicht die Dinge sondern die Atmosphäre, den Zustand.
Er malte trotz fehlender konsequenter Ausbildung und trotz technischer Defizite, und es war ihm ernst damit.

Freunde und Förderer ermöglichten ihm sein zweites Talent auszuleben.
Dazu gehörte neben Anregungen anderer Künstler besonders Renée Sintenis, die ihn in die Berliner Szene einführte, Karl Hofer, Paul Wegener, Asta Nielsen und seine vielen Kontakte zur kreativen Intelligenz, zu Kunst- und Literaturliebhabern in nahezu allen größeren deutschen Städten, in denen er als Vortragskünstler auftrat.
Vor allem dem Kunsthändler und Galeristen Alfred Flechtheim verdankte Ringelnatz sehr viel.
Er entdeckte sehr rasch das Potential der in die Zeit passenden Ringelnatz-Gemälde und Grafiken.

Ohne direkte Vorbilder, kannte Ringelnatz die aktuellen Strömungen, Vereinigungen und Debatten von Dada bis zur sog. primitiven Kulturen Afrikas, Polynesiens, mit Kinder-Kunst, Kunst von Geisteskranken, mit volkstümlicher Kunst und Autodidaktischem.
Ringelnatz spannt seinen Bogen von der Romantik zum Expressionismus, dem magischen Realismus und der Neuen Sachlichkeit, zu Werken von C.D. Friedrich, Max Ernst bis Otto Dix, Gustav Wunderwald, Georg Schrimpf, André Derrain u.a.
Ringelnatz adaptierte, reflektierte, experimentierte und schuf so etwas Ur- Eigenes.
Als Maler, Zeichner und Dichter, Schriftsteller war er jedoch durch seine Engagements das Jahr über meist voll in Anspruch genommen. Dennoch recherchierte er für seine beiden Metiers. Gerade die Kunst von Geisteskranken interessierte ihn dabei besonders.

Sein malerisches Werk zu entschlüsseln ist oft erst auf den zweiten Blick möglich.
Seine Gemälde wirken zunächst „naiv“. Das wurde zu einer Art Markenzeichen, denn er beherrschte die Klaviatur der Naivität, ähnlich wie Paul Klee. Ringelnatz zeigt: Unendliche „leere“ Landschaften, „verrutschte“ Bildausschnitte, isolierte Figuren, Wege ins Nirgendwo, Himmel die lasten, erdrückende Horizonte, trotz Farbigkeit – Tristesse. Intellekt und Phantasie formten als Katalysatoren seine Inspirationen, Visionen und Halluzinationen.

Seine Sujets sind breit gefächert: Seestücke, Atmosphärisches, Exotisches, Bedrohliches, Todesahnung, Kinder, Tiere und immer wieder Landschaften in sowohl irrealer, fremdartiger, bizarrer als auch romantisierender Ausprägung. Als Seismograph seiner Zeit hatte er Antennen für alles Menschliche, Melancholische, Märchenhaft-Magische, für Einsamkeit, Verlorenheit, Tod, für alles Inhumane in einer skurrilen Wirklichkeit, für das Leben auf und hinter der Bühne der Großstadt.
Gedichte und Malereien treten in ein Wechselspiel.

Dr. Sabine Jung, Kuratorin, Leiterin des Kulturhistorischen Museums der Stadt Wurzen

 

Fische

Ausstellungseröffnung am
Donnerstag, dem 12. Mai 2016, 19 Uhr
Städtische Galerie Wurzen, Markt 1

Laufzeit 12.Mai – 7.August 2016
Öffnungszeiten: Do – So , 14-18 Uhr; 16.5.16 (Pfingstmontag) geschlossen
Eintritt

Wurzener RingelnatzSommer: 31. Juli bis 14. August 2016

Donnerstag, 14. April 2016 (Hess)

AUSSTELLUNG
Städtische Galerie am Markt
12. Mai bis 7. August
„Ringelnatz in Privathand“
Geöffnet jeweils Donnerstag bis Sonntag, 14 bis 18 Uhr

DAS PROGRAMM:
Sonntag, 31. Juli
Ab 14 Uhr: Crostigall 14:

„Ritze, Rotze, Ringelnatz“ Rallye 2 Ringel
Entdeckungsreise vom Museum bis zum Ringelnatz-Geburtshaus für die ganze Familie mit Abenteuerstationen und Preisen

16 Uhr; Crostigall 14, Ringelnatz-Geburtshaus:
Rumpelstilzchen – Märchen der Gebrüder Grimm
mit dem traditionelles Marionettentheater Dombrowsky aus Dresden

Freitag, 5. August
19 Uhr; Domgasse 2, Arkadenhof des Museums:

Von Fallada bis Morgenstern – berühmte Zeitgenossen von Ringelnatz
Eine Auswahl ihrer Geschichten und Gedichte mit Ines Hommann, Dresden

Samstag, 6. August
11 Uhr; Treffpunkt vor dem Dom (Domplatz):

Literarisch-musikalischer Rundgang zur Einweihung aller Kunstwerke des Wurzener Ringelnatzpfades
mit den Künstlern des BBK L, Sponsoren und beteiligten Vereinen

15 Uhr; Domgasse 2, Ringelnatz-Geburtshaus:
Öffentliche Vorstellung des Konzeptes für das Ringelnatz-Geburtshaus
Mit Kaffee und Kuchen

20 Uhr, Schweizergartenstraße, Kulturhaus Schweizergarten, großer Saal:
„Schöner Scheitern mit Ringelnatz“
Heike Feist und Andreas Nickl, Theaterabend mit Musik
Ringelnatz_3 Ralf_E_Neipp

Sonntag, 7. August
10 Uhr; Domgasse 2, Arkadenhof des Museums:

La Paloma – das Lieblingslied von Ringelnatz
Vortrag von Etienne Genedl mit Musikbeispielen und kleinem Frühschoppen

WURZENER RINGELNATZLAUF
Sonntag,14. August
ab 7 Uhr, Markt:
Veranstalter: Die Stadtwandler e.V.
www.ringelnatzlauf.de

Der Wurzener RingelnatzSommer
wird veranstaltet von:

Joachim-Ringelnatz-Verein Wurzen e.V. (Initiator)
Kulturhistorisches Museum Wurzen
Kulturbetrieb Wurzen
Förderverein Kulturhistorisches Museum, Galerie
und Ringelnatz-Geburtshaus e.V.
Stadtwandler e.V.

Ringelnatzverein möchte Geburtshaus betreiben

Donnerstag, 31. März 2016 (Hess)

Wurzen. Klare Entscheidungen und viele Ideen für die Betreibung des Ringelnatz-Geburtshauses in Wurzen sind das Ergebnis des zweiten Workshops der Arbeitsgruppe Ringelnatz-Geburtshaus. Unter Moderation von Rainer Ortner von der Hans- Fallada-Gesellschaft Carwitz hatten sich in dieser Arbeitsgruppe der Joachim-Ringelnatz-Verein und der Förderverein Kulturhistorisches Museum, Galerie und Ringelnatz-Geburtshaus zusammengefunden.
Wichtigstes Ergebnis der Beratung sind die inhaltlichen Eckpunkte eines Betreiberkonzeptes für das als sächsisches und nationales Kulturerbe wichtige Gebäude. Für die Ausgestaltung zu einem literarischen Gedenk- und Forschungsort und einer lebendigen kulturellen Begegnungsstätte im Sinne von Ringelnatz haben beide Vereine eine Fülle von Vorschlägen zusammengetragen. Diese Liste der Ideen wurde durch Finanzierungsvorschläge untersetzt und von Rainer Ortner um den 35-jährigen Erfahrungsschatz der Fallada-Gesellschaft bei der Betreibung des einstigen Fallada-Anwesens in Carwitz ergänzt. Jährlich suchen durchschnittlich 14 000 Gäste das Museum im Wohnhaus und die Veranstaltungen auf dem Gelände auf. Das Wohnhaus Falladas gehört der Gemeinde Feldberger Seenlandschaft, Betreiber ist die Fallada-Gesellschaft, die durch einen festen jährlichen kommunalen Zuschuss unterstützt wird.
Der Anregung von Rainer Ortner folgend, ordnete die Arbeitsgruppe das Ringelnatz-Geburtshaus in das, wie Ortner betonte, einzigartige Ensemble von Ringelnatz-Orten in Wurzen ein, die gemeinsam als Magnete für kunstinteressierte Gäste und Touristen weiter zu entwickeln sind. Dazu gehören das Kulturhistorische Museum mit Ringelnatz-Ausstellung und der ältesten, schon 1932 angelegten Ringelnatz-Sammlung in Deutschland und die städtische Galerie mit ihrer Tradition bedeutender Ringelnatz-Ausstellungen. Der einzigartige Ringelnatz-Pfad mit 13 künstlerisch gestalteten Stationen und solche Veranstaltungsorte wie das Kulturhaus Schweizergarten und Treffpunkte wie die Ringelnatz-Spielplätze gehören ebenso dazu. Eine klare Arbeitsteilung mit Verantwortlichkeiten und eine gute Kooperation seien dafür unabdingbar.
In dieser Arbeitsteilung wird der Joachim-Ringelnatz-Verein Wurzen der Stadt und den Stadträten ein an die Erfahrungen der Fallada-Gesellschaft in Carwitz angelehntes Betreiberkonzept für das Geburtshaus vorlegen. Der Verein ist bereit und, dank neuer Mitglieder, in der Lage, die Betreibung des Geburtshauses nach den gemeinsam erarbeiteten Inhalten zu übernehmen. Bis Ende April werden in einer zweiten Arbeitsetappe Finanzierungskonzept und Vorschläge für die Betreiberorganisation erarbeitet, um sie zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Mai dem Betriebsausschuss des Kulturbetriebes vorzulegen. Die Leiterin des Kulturbetriebes, Bettina Kretzschmar, nahm an der Arbeitstagung teil und meinte, bei einem guten tragfähigen Konzept des Ringelnatzvereins als Betreiber werde die Stadt die Sanierungspläne für das Geburtshaus umsetzen.
Die Arbeitsgruppe wird auch nach der Erarbeitung des Konzeptes weiterarbeiten und sich als Koordinator der Aktivitäten an den verschiedenen Ringelnatz-Orten der Stadt verstehen.

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