»Wenn ich allein bin, pups‘ ich lauten Wind.
Und bete laut. Und bin ein uralt Kind.«
Joachim Ringelnatz
Immer wieder wird die Kritik laut, das Vorgehen Israels im Nahen Osten verstoße gegen das geltende Völkerrecht. Aber stimmt das? Wofür steht das Völkerrecht, wann wird es verletzt und trifft das auf den Staat Israel zu? Mit diesen kontroversen Fragen startet die Diskussionsreihe »Jetzt mal Tacheles!«, die im Rahmen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 durchgeführt wird. Die Reihe beginnt am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, um 17:00 Uhr, mit der Debatte »Was heißt hier Völkerrecht? Juristische Perspektiven auf den Nahost-Konflikt« in Wurzen. Im Ringelnatz-Geburtshaus diskutiert Dr. Alexander Walther, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt TACHELES 2026, mit Dr. Nina Keller-Kemmerer und Prof. Dr. Kai Ambos über die Vorwürfe der Völkerrechtsverletzung, denen sich Israel seit 2023 gegenübersieht und gemeinsam ordnen sie diese juristisch ein.
Dr. Nina Keller-Kemmerer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Öffentliches Recht und Völkerrecht an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Aktuell forscht sie zum Thema „Antisemitismus als Rechtsbegriff“. Prof. Dr. Kai Ambos ist Professor für Straf- und Völkerrecht an der Universität Göttingen und zudem Richter beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag. In seinem Buch „Staatsräson nach Gaza. Das deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht“ beschäftigt er sich eingehend mit Fragen des Völkerrechts im Nahostkonflikt.
TACHELES 2026 ist das vom Freistaat Sachsen initiierte landesweite „Jahr der jüdischen Kultur“. Ein Jahr lang werden Projekte, Veranstaltungen und Ausstellungen in ganz Sachsen die vielfältige jüdische Kultur und Geschichte in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Landes einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Das Themenjahr wird vom Freistaat Sachsen unter Federführung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (SMWK) getragen. Das Projektteam ist am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz (kurz: smac) im ehemaligen Kaufhaus Schocken angesiedelt, einem zentralen Ort jüdisch-sächsischer Geschichte. Es entwickelt in enger Absprache mit den Partnerinnen und Partnern, den Kulturschaffenden, wissenschaftlichen Institutionen, Netzwerken und dem Kuratorium das Programm für 2026, stimmt gemeinsam mit der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen Fördermöglichkeiten ab und vermarktet das Themenjahr.
Eine Veranstaltung der Reihe Jetzt mal Tacheles! Gespräche über Verantwortung, Religion und jüdische Zukunft im Rahmen von TACHELES 2026 | Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen. Mit freundlicher Unterstützung durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen!
»Was heißt hier Völkerrecht? Juristische Perspektiven auf den Nahost-Konflikt«
Gespräch
Ringelnatz-Geburtshaus
Sonntag, 04. Oktober 2026
Beginn 17:00 Uhr | ca. 90 min
Eintritt frei
Fotorechte: Justus-Liebig-Universität Gießen (Dr. Nina Keller-Kemmerer ) | Georg-August-Universität in Göttingen (Prof. Dr. Dr. h.c. Kai Ambos )



Der Joachim-Ringelnatz-Verein e.V. wurde 1992 in Wurzen (Sachsen) gegründet. Der Verein organisiert Kleinkunst, Ausstellungen, Vorträge, Lesungen und viele andere Veranstaltungen rund um Joachim Ringelnatz und dessen Geburtshaus in Wurzen sowie den alljährlichen RingelnatzSommer in Wurzen.
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